Erklärung zum Vorschlag, den Weg, der zum NPD-Hof Nahtz in Eschede führt, umzubenennen


Das "Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus" begrüßt, dass die Gruppe „Bündnis90/Die Grünen - FDP“ im Rat der Gemeinde Eschede Überlegungen anstellt, wie dem NPD-Landesverband unmissverständlich klar gemacht werden soll, dass Neonazis in Eschede nicht erwünscht sind. Allerdings finden wir, dass eine Umbenennung der Straße „Zum Finkenberg“ in „Anne-Frank-Weg“ kein geeignetes Mittel ist. Das wäre kein würdiger Umgang mit dem Gedenken an Anne Frank, die 1934 mit ihren Eltern und ihrer Schwester Margot in die Niederlande auswanderte, um der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu entgehen, und kurz vor dem Kriegsende doch noch dem nationalsozialistischen Holocaust zum Opfer fiel.

Eine Alternative wäre, die Straße „Zum Finkenberg“ in „Sophie-Scholl-Weg“ umzubenennen. Diese Vorschlag wurde im Dezember vom „Bunten Haus Celle“ auf der Kundgebung gegen die braune Wintersonnwendfeier gemacht. Der Name „Sophie Scholl“ steht eben nicht nur für Opfer, sondern auch für Widerstand.  Sie wurde aufgrund ihres Engagements in der Widerstandsgruppe "Weiße Rose" gemeinsam mit ihrem Bruder Hans Scholl von nationalsozialistischen Richtern zum Tode verurteilt und am selben Tag hingerichtet.

Noch besser wäre es unserer Meinung nach, überhaupt nicht den Namen einer Person zu nutzen. Wir schlagen vor, den Weg, der zum NPD-Hof Nahtz führt, umzubenennen in „Zum braunen Sumpf“. Das würde deutlich zeigen, was am Ende dieser Straße vorzufinden ist.