Terminübersicht 2021:

Mahnwachen gegen Rechtsextremismus in Eschede

Gedenken an Peter Deutschmann am 10. August 2021, um 18.00 Uhr,
vor der Kirche in Eschede.


10. August 2021

Gegen das Vergessen

Gedenken an Peter Deutschmann am 10. August 2021 vor der Kirche in Eschede.


Am Montag, dem 10. August 2021, findet um 18.00 Uhr, an der Evangelischen Johanniskirche, Osterstraße, 29348 Eschede, eine Gedenkveranstaltung für Peter Deutschmann statt. Die Veranstaltung wird gestaltet von denen im "Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus“ verbündeten Gruppen.

Am 9.8.1999 wurde Peter Deutschmann von zwei Neonazis in seiner Wohnung überfallen und so misshandelt, dass er am nächsten Tag an den Folgen verstarb. Das Landgericht Lüneburg verurteilte beide Täter wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung mit Todesfolge zu einer fünfjährigen Jugendstrafe.

Diese schreckliche Tat fand vor 21 Jahren statt. Wir wollen am 10. August 2020, um 18.00 Uhr, an Peter Deutschmann gedenken. Gleichzeitig wollen wir darauf aufmerksam machen, dass Neonazis immer noch Menschen bedrohen, verprügeln und töten. Seit der Wiedervereinigung 1990 wurden nach Angaben der Amadeu Antonio Stiftung in Deutschland 208 Menschen von Rechtsextremen umgebracht. Es gibt 13 weitere Verdachtsfälle. Die Opfer waren hauptsächlich Migranten, Obdachlose und politisch Andersdenkende. Sie wurden von Schlägern der extremen Rechten zu Tode geprügelt, erschlagen oder verbrannt. Das NSU-Trio hat zehn Menschen regelrecht hingerichtet. Hingerichtet wurde im Juni letzten Jahres auch Regierungspräsident Walter Lübcke aus Kassel. Auch der der Schock nach dem Terroranschlag in Halle sitzt immer noch tief. Am 9. Oktober hat ein Rechtsterrorist versucht, schwer bewaffnet in die Synagoge einzudringen. Als sein Plan misslang, erschoss er auf der Straße eine 40 Jahre alte Frau und kurz darauf einen 20-Jährigen in einem Imbiss.

  • Wir fordern, dass Rechtsextremismus und Rechtsterrorismus als wirkliche Probleme erkannt und nicht kleingeredet werden.
  • Wir erwarten, dass Bürgerinnen und Bürger deutlich hinschauen, wenn sich menschenverachtendes Reden und Handeln breitmacht.
  • Wir alle sind aufgerufen, klare Kante zu zeigen, wenn Menschen in Worten oder Taten diskriminiert, herabgewürdigt oder bedroht werden.



25. September 2021

Demo gegen „braunes“ Erntefest

Nähere Infos folgen in Kürze


18. Dezember 2021

Demo gegen rechtsextreme Winter-Sonnwendfeier

Infos folgen.

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Samstag, 19. Juni 2021

NPD-Zentrum in Eschede schließen!

Demo gegen rechtsextreme Sonnwendfeieram Samstag, dem 19. Juni 2021, ab 13.00 Uhr Bahnhof Eschede.


Immer wieder finden auf dem NPD-Hof in Eschede Neonazi-Treffen statt. Besonders die „Sonnwendfeiern“ und das „Erntefest“ haben schon eine lange Tradition. Die Neonazis bezeichnen diese Feste als Brauchtumsfeiern. Ihr eigentliches Ziel ist es aber, auf diesen Zusammenkünften der norddeutschen Neonazi-Szene Kontakte zu pflegen, Termine abzusprechen und neue Aktionen vorzubereiten. Somit sind diese „Sonnwendfeiern“ alles anderes als harmlos. Deshalb protestieren wir auch heftig gegen diese Treffen. Wegzuschauen wäre das völlig falsche Signal. Dort, wo Neonazis ungestört handeln können, machen sie sich breit. Ihre Szene verfestigt sich und sie nutzen die Gelegenheit, besonders junge Leute in ihre Kreise zu ziehen.

Wir fordern daher, dass NPD-Zentrum in Eschede zu schließen. Die Situation ist für die Menschen in Eschede und Umgebung unerträglich. Es muss gehandelt werden!

In einem Offenen Brief wenden wir uns an Innenminister Pistorius mit der Forderung, das NPD-Zentrum in Eschede zu schließen! Unsere Forderung ist schon von 40.000 Personen unterschrieben worden. Die Petition kann auch jetzt noch unterschrieben werden. Neben unserer Aktion auf change.org/npd-zentrum-eschede sind auch Unterschriftenlisten im Umlauf. Unser Widerstand wird anhalten und wachsen bis zu einem Verbot der rechtsextremen Aktivitäten auf dem Hof. Das NPD-Zentrum in Eschede muss geschlossen werden!

Redner*innen auf der Demo am 19. Juni 2021 in Eschede:
·      Dr. Stephanie Springer (Präsidentin Landeskirchenamt Hannover)
·      Johanna Ottermann (Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus)
·      Andreas Nolte (Landessprecher der VVN- BdA)
·      Olaf Meyer (Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen)
·      Vertreter*in der Initiative "In Gedenken an Arkan“

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Samstag, 8. Mai 2021, 14.00 Uhr

Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa durch die Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Sechs Jahre Krieg und mehr als 60 Millionen Tote: Als am 8. Mai 1945 um 23.01 Uhr die Gesamtkapitulation in Kraft trat, endete die nationalsozialistische Terrorherrschaft endgültig. Deshalb wird der 8. Mai auch "Tag der Befreiung vom NS-Regime" bezeichnet.

Bis heute bemühen sich Rechtsextreme, den 8. Mai zu vereinnahmen. Bereits seit den 1950er Jahren versuchen sie, den Nationalsozialismus zu rehabilitieren, indem sie die kriegstreibende, kriegsauslösende und Krieg führende Politik des NS-Regimes bestreiten oder relativieren. Sie leugnen die Schuld der Regierung Adolf Hitlers am Zweiten Weltkrieg. Die Zeit des Nationalsozialismus wird dagegen als “tugendhafter und ehrenvoller Zeitabschnitt” dargestellt. Versuche, die deutsche Kriegsschuld zu relativieren, finden auch in der Neuen Rechten Zustimmung.

Am Tag der Befreiung vom NS - Regime führen wir in Eschede eine Demo durch. Sie beginnt am 8. Mai 2021, um 14.00 Uhr, am altbekannten Treffpunkt "Am Schweinestall". (Kreuzung: Hermannsburger Straße - L281 - Im Dornbusch / Zum Finkenberg). Von dort aus gehen wir zum Hof Nahtz, dem Zentrum der verfassungsfeindlichen und den Nationalsozialismus verherrlichenden NPD. Wir erinnern an die Schrecken des Zweiten Weltkriegs mit seinen über 60 Millionen Toten. Wir  erinnern an Millionen Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle und Andersdenkende, die wegen der menschenverachtenden und faschistischen Ideologie des NS-Regime verfolgt und ermordet wurden.