Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter, liebe Freunde!

Über seine Erfahrungen mit dem Rechtsextremismus hat Wilfried Manneke gemeinsam mit Professor Dr. Christoph Fasel ein Buch geschrieben. Es ist seit dem 1. März erhältlich: Guter Hirte, braune Wölfe (Bene-Verlag)

Guter Hirte, braune Wölfe

Mitternacht: Ein Molotow-Cocktail fliegt gegen die Hauswand von Pastor Wilfried Manneke und verfehlt nur knapp das Küchenfenster. Unbekannte malen Hakenkreuze an die Kirchentür, es gibt »Juden raus«-Rufe vor dem Haus oder Drohungen per Mail und auf Facebook ...

»Wir erobern die Städte vom Lande aus«, lautet die Parole der extremen Rechten. Das muss auch Wilfried Manneke erleben, als er eine Stelle in der Südheide, antritt. Als Auslandspfarrer hat er das Apartheidsregime in Südafrika erlebt und kann hier nicht tatenlos zusehen. Er mitorganisiert Mahnwachen, Proteste und Gegenveranstaltungen – aller rechten Gewalt zum Trotz.

Sein Buch ist ein Weckruf. Ein brennender Appell, nicht länger tatenlos zuzusehen, sondern sich zu engagieren und dem Hass entgegenzustellen. In der Südheide, in Sachsen – wo immer er aufkommt.

"Wenn jeder wartet, bis der andere anfängt, wir keiner anfangen."
(
Weiße Rose)

Wilfried Manneke, Jahrgang 1953, studierte Theologie am Missionsseminar Hermannsburg und war anschließend Auslandspfarrer in Südafrika. Seit 23 Jahren ist er Gemeindepfarrer in Unterlüß, wo er sich neben seinem Gemeindedienst dem Engagement gegen Rechtsextremismus widmet. 2018 wurde er für sein Engagement vom Rat der Juden in Deutschland mit dem Paul-Spiegel-Preis ausgezeichnet. Pastor Manneke ist auch Vorsitzender der „Initiative ´Kirche für Demokratie - gegen Rechtsextremismus´ in der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers. Er ist auch Mitgründer des „Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus“.