Nicht wollen reicht nicht!

Leserbrief an die regionalen Zeitungen
von Klaus Jordan, Anna K. Jander, Lasse Jordan, Katharina Tegt.


Das Entsetzen ist Partei übergreifend. 
Die Politik fühlt sich „kalt erwischt“.
Hektische Suche nach den rechtlichen Mitten, die jetzt „ausgeschöpft werden“ müssen.

Da fragt sich der bestürzte Bürger: „Welche rechtlichen Mittel denn um Himmelswillen und warum erst jetzt?“ Das Vorverkaufsrecht der Gemeinde Fassberg etwa und was, wenn das scheitert? Oder vielleicht mal die Finanzverhältnisse dieses brandstiftenden Biedermanns durchleuchten - und dann?

Kurze Erinnerung: Das damalige „Schulungszentrum“ in Hetendorf existierte auch unbehelligt durch juristische und finanzpolitische Verhinderungsstrategien mehrere Jahre. Zu Fall gebracht wurde dieses – und man muss es noch einmal mit allem Nachdruck ins Gedächtnis rufen – paramilitärische Ausbildungslager letztendlich durch den kontinuierlichen Protest und die massive Präsenz einer Vielzahl empörter und mutiger Bürger, die sich nicht gescheut hatten, Kopf und Kragen zu riskieren mit ihrem öffentlich ausgetragenen Widerstand. Viele gerade unter den Jugendlichen von damals fühlten sich dabei von den offiziellen Stellen im Stich gelassen und mussten sich allein mit den offen brutal agierenden Mitgliedern dieser braunen Kamarilla – oft genug im wahrsten Sinne des Wortes - herumschlagen.
 
Und was soll nun heute passieren, angesichts eines weiteren Versuchs, das gescheiterte Projekt „Hetendorf“ im Gasthof „Gerhus“ zu neuem Leben zu erwecken?
 
Vorrausehbar ist, dass die oben genannten Mittel nicht ausreichen werden. Zumindest nicht ohne die Begleitung eines empörten öffentlichen Protestes. Nachhaltig muss also zum Ausdruck gebracht werden, dass eine betroffene Bevölkerung diese „Nachbarschaft“ unter keinen Umständen dulden wird. Dabei kann diese artikulierte Ablehnung nicht auf den Schultern der sowieso immer schon seit Jahren unverzagt agierenden Antifa liegen bleiben, sondern aufgefordert sind: die Parteien und Verbände, alle Honoratioren und andere Vertreter des öffentlichen Lebens.
 
Und am wichtigsten:
 
jeder einzelne auf seine Art, mit seinen Mitteln und seinem Vermögen
teil zu nehmen am entschlossenen Widerstand gegen diese Machenschaften.
 
Und das eindeutig, einfallsreich und möglichst schnell.